Heimatmuseum Hornburg
... mehr als ein Museum


Errichtung eines neuenSchulhauses

Wegen der Schulraumnot drängte die königliche Regierung im Jahre 1820 auf Errichtung eines neuen Schulhauses. Am 3. Februar 1858 kaufte die Stadt den »Gutshof in der Asseburger Straße«, um das Herrenhaus dieses Hofes zu einer städtischen Schule umzubauen. Besitzer war der Landwirt W. Stein.

Die Übergabe des Hauses erfolgte Ostern 1859. Von dieser Zeit an wurden hier bereits die Mädchenklassen unterrichtet. Nach dem völligen Umbau siedelten dann auch die Knabenklassen in das neue Schulhaus über. Das geschah im August 1861.

Bis zum Jahre 1861 war alleiniger Kostenträger der Knabenschule die Kirchengemeinde. Für die Kosten der Mädchenschule kam seit alters her die Stadtgemeinde auf. Nun ist die Schule in den alleinigen Besitz der Stadt übergegangen. Zu Beginn des Schuljahres 1896/1897 wurde die Schule von 518 Schülerinnen und Schülern besucht. Für neun Schulklassen standen acht Unterrichtsräume zur Verfügung. Seit 1895 berieten der Magistrat und die Stadtverordneten über einen Anbau. Streitfragen über die Art der Ausfiihrtmg (Fachwerk oder Massivbau) und die hohen Kosten ließen den Baubeginn immer wieder verschieben. Erst im Jahre 1898 kam es zum Erweiterungsbau.
 




Einweihung

Die Einweihung fand am 14. November 1898 statt. In dieser Zeit tritt eine allmähliche Veränderung des Schulwesens ein. Deutsch, Geschichte, Rechnen und vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer bestimmten den Stundenplan. Die Lehrerausbildung erfährt eine rasche Qualitätssteigerung. Die Kirche verliert zu Gunsten des Rektors die örtliche Schulaufsicht. Eine selbstbewußte Lehrerschaft verdrängt auch allmählich den Einfluß des Magistrats der Stadtverordneten, den diese auf die inneren Angelegenheiten der Schule nehmen wollten.

Die äußeren Bedingungen waren - gemessen an den heutigen - denkbar schlecht. 50 bis 70 Schüler in einer Klasse waren die Regel. Die engen Schulbänke zwangen zum langen Stillsitzen und fiihrten zu Haltungsschäden. Den Kindern armer Leute fehlte es an Schulbüchern, Heften und Schiefertafeln. Wegen der unzureichenden Ernährung vieler armer Kinder und der jährlich auftretenden Epidemien (Diphterie, Masern, Typhus) kam es immer wieder zu Todesfällen -  in manchen Jahren wurden bis zu 10 verstorbene Schüler gezählt. Viele Arbeiterfamilien verlassen seit Beginn des vorigen Jahrhunderts Hornburg. Es fehlt an Arbeitsplätzen, weil Magistrat und Stadtverordnete nichts unternehmen, hier weitere Industriebetriebe anzusiedeln. Dabei befand sich das Deutsche Reich damals in einer rasch aufstrebenden industriellen Entwicklung, in der überall Arbeitermangel herrschte, so dass Fremdarbeiter - vor allem Polen - angeworben werden mussten.

Die Schülerzahl in Homburg sank zwischen den Jahren 1904 und 1914 von 503 auf 378, während ringsherum im Land die Schülerzahlen anstiegen.

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