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Braunschweiger Zeitung 25.11.2016

Hornburg - 250 Jahre Synagoge
und ihre jüdische Gemeinde

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert Forschungsprojekt

Unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander von Kienlin, dem wissenschaftlichen Leiter der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa an der TU Braunschweig, erforschen niedersächsische und israelische Wissenschaftler die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hornburg. Anhand von Sach- und Schriftquellen zeichnen die Projektpartner das Bild einer jüdischen Gemeinde, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts, also weit vor Machtergreifung der Nationalsozialisten, zu existieren aufhörte.

Im Zentrum des Forschungsprojektes steht die Inneneinrichtung der Hornburger Synagoge. Seit 1987 wird sie als zentrales Ausstellungsobjekt im Jüdischen Museum des Braunschweigischen Landesmuseums in den historischen Gebäuden Hinter Aegidien gezeigt. Im Jahr 1766 eingeweiht, verfiel die barocke Landsynagoge seit den 1880er Jahren wegen der schwindenden Zahl an jüdischen Gemeindemitgliedern, bis sie Anfang der 1920er Jahre in einer gemeinsamen Rettungsaktion von der jüdischen Gemeinde in Braunschweig, dem Vaterländischen Museum Braunschweig und der Technischen Hochschule Braunschweig dokumentiert und ihre Inneneinrichtung in das Vaterländische Museum (heute Braunschweigisches Landesmuseum) überführt wurde. In Norddeutschland ist sie die einzig heute noch erhaltene Synagogenausstattung des 18. Jahrhunderts.

Anhand der Dokumentation und Erforschung verschiedener Sachzeugnisse der jüdischen Gemeinde (jüdischer Friedhof, Schule, Gebetbücher, Ritualobjekte etc.) sowie der Erschließung der Akten des Ratsarchivs im Stadtarchiv Hornburg erarbeiten die Projektpartner ein umfassendes Bild der jüdischen Gemeinde in Hornburg und ihres Vermächtnisses. Mit verschiedenen methodischen Ansätzen wird dabei eine Stadttopographie der jüdischen Gemeinde in Hornburg erstellt.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen in eine Wanderausstellung und eine Publikation einfließen sowie wertvolle Informationen für eine geplante Neugestaltung der Jüdischen Museums im Braunschweigischen Landesmuseum liefern.

Das Forschungsprojekt wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in dessen Förderprogramm „PRO*Niedersachsen – Forschungsprojekte der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“.

Quellenangaben des beigefügten Fotos:
Hornburg, Modell der zerstörten Synagoge,
Modellbau und Rektonstruktion: Blanka Grochla, Kerstin Pidde, Daniela Winkelmann (1999/2000)
© Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, TU Braunschweig


Wissenschaftliche Leitung:

Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, Prof. Dr. Alexander von Kienlin

Kooperationspartner:

Braunschweigisches Landesmuseum,
Dr. Heike Pöppelmann, Dr. Hans-Jürgen Derda

Institut für Baugeschichte, TU Braunschweig,
Prof. Dr. Alexander von Kienlin

Center for Jewish Art, Hebrew University of Jerusalem,
Dr. Vladimir Levin

Theologische Fakultät, Abt. Judaistik, Georg-August-Universität Göttingen,
Prof. Dr. Berndt Schaller

Stadtarchiv Hornburg,
Dr. Sibylle Heise

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Mirko Przystawik
Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa
Technische Universität Braunschweig

0531/391-2525
m.przystawik@tu-bs.de

Plakat Hornburg und seine jüdische Gemeinde

 


 



Presse

 

 

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Fotos von der Ausstellungseröffnung am 04. Dezember 2016

 

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Die Fotos zeigen das Modell der Hornburger Synagoge.

Rückblick auf vergangene Soderausstellung
“Hornburg und seine jüdische Gemeinde”

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